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Bearbeitungsgebühren bei Zahlungsverzug

Bei Zahlungsverzug gelten folgende Bearbeitungsgebühren. Diese werden frühestens nach zwei schriftlichen Mahnungen in Rechnung gestellt. Dies gilt auch, wenn eine Zustellung der Mahnungen aufgrund fehlender Mitwirkung nicht möglich war.

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Frequently Asked Questions (FAQ)

Warum werden bei Spätzahlung Gebühren erhoben?

Wer seine Rechnungen zu spät bezahlt schadet nicht nur sich selbst, sondern auch dem Lieferanten. Er und damit verbunden die anderen Kunden müssen die Aufwendungen tragen. Unternehmen liefern gerne auf Rechnung im Sinne einer zusätzlichen Dienstleistung. Es ist aber nicht die Aufgabe der Unternehmen Geld ohne jegliche Sicherheit auszuleihen. Damit das Unternehmen den Schaden aus der Nichtzahlung so tief wie möglich halten kann, werden die dem Lieferanten (Gläubiger) aus dem Zahlungsverzug entstehenden Aufwendungen hier geregelt und festgehalten. Dies auch um transparent aufzuzeigen was vereinbart wurde.

Welche vertraglichen Grundlagen gibt es für diese Gebühren?

Anstelle einer individuellen vertraglichen Regelung zwischen dem Lieferanten und dem Kunden können die Lieferanten auf diese Seite verweisen. Hat der Kunde direkt vertraglich oder über die Genehmigung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder dgl. eingewilligt bei Nichtzahlung die auf dieser Seite aufgeführten Kosten zu bezahlen, so werden diese durchgesetzt. Mit der Einwilligung wird ebenfalls bestätigt, dass das Unternehmen die Forderung einem Spezialisten zum Inkasso übergeben kann und dieses auch berechtigt ist diese Aufwendungen durchzusetzen.

Auf welcher Grundlage wurden die Gebühren berechnet?

Im Februar 2017 veröffentlichte der SGV die Studie „Gläubigerschaden aus Zahlungsverzug“. Die Studie der Universität St.Gallen analysiert den durchschnittlichen Schaden, der dem Gläubiger entsteht, wenn er die Forderung nicht fristgerecht bezahlt. (Vgl. Forschungsbericht KMU‐HSG, Universität St. Gallen.)

Sind nur vertraglich vereinbarte Gebühren zulässig?

Der Bundesrat hält in seinem Bericht vom 22. März 2017 fest, dass einer abstrakten Schadensberechnung enge Grenzen gesetzt sind. Jedes Unternehmen, das auf diese Gebührenregelung verweist oder jedes Inkasso Suisse Mitglied muss seine Kunden explizit dazu auffordern, die Gebühren infolge Zahlungsverzugs wann immer möglich vertraglich zu vereinbaren.

Unter welchen Umständen ist es nicht möglich die Gebühren vertraglich zu vereinbaren?

Sollte aufgrund der Geschäftstätigkeit eine vertragliche Vereinbarung von Gebühren weder zumutbar noch praktikabel sein, empfehlen wir eine Ankündigung der Gebühren mit einer Frist von mindestens zwei Wochen.

Was ist der Zweck dieser Informationsseite?

Der Bundesrat empfiehlt die Folgen des Zahlungsverzuges vertraglich zu regeln (Vgl. Bericht vom 22. März 2017, Ziff. 4.1). Inkasso Suisse stellt als Branchenverband der Schweizer Wirtschaft eine Plattform zur vereinfachten Kommunikation der «Folgen des Zahlungsverzugs» zur Verfügung.

Über uns

Diese Seite ist eine Initiative von Inkasso Suisse im Dienste der Gläubiger. Inkasso Suisse ist der Branchenverband der Inkassounternehmen der Schweiz und hat sich verpflichtet nicht nur die Interessen der Gläubiger zu vertreten, sondern hat auch einen Code of Conduct erlassen, um sicherzustellen, dass Schuldner nicht übermässig belastet werden. Eine unabhängige Ombudsstelle gewährleistet, dass Schuldner, die der Meinung sind, der CoC sei nicht eingehalten, sich zur Wehr setzen können.